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Protektorenjacke für Biker

Protektorenjacke VergleichPraktisch jeder Motorradfahrer, MTB– und BMX-Fahrer kennt das Dilemma zwischen einem coolen Look auf dem Bike und einer hohen Sicherheit. Man möchte hohen Tragekomfort – am besten gar nicht schwitzen – im Ernstfall jedoch zu 100% geschützt sein. Ein guter Kompromiss für diese Ansprüche stellt die Protektorenjacke (auch bekannt als Protektorenhemd) dar.

Der Grundgedanke der Protektorenjacke

Protektorenjacke Oneal

Protektorenjacke O’Neal Underdog

Der größte Schutz für Zweiradfans würde sicherlich eine Ganzkörperrüstung bieten. Da vielen Bikern der Komfort jedoch immer wichtiger wird und bei 30° Außentemperatur eine Lederkombi alles andere als atmungsaktiv ist, kam die Idee der Protektorenjacke (Protektorenhemd) auf. Diese bietet die optimale Kombination aus Sicherheit, Tragekomfort und einer guten Belüftung.

Geheimtipp: Protektorenjacken sind besonders praktisch, da man sie nicht nur fürs Motorradfahren nutzen kann, sondern auch als Ersatz für den Rückenprotektor MTB oder Rückenprotektor Ski.

Wie sicher ist die Protektorenjacke?

Wie auch beim klassischen Motorrad Rückenprotektor, muss sich die Protektorenjacke ihren Namen erst einmal verdienen. Dazu muss sie sämtliche Anforderungen, die in der europäischen Norm 1621-2 (für Gelenkprotektoren 1621-1) klar definiert sind, erfüllen.

Dazu zählen:

  • Erzielen vorgegebener Dämpfungswerte
  • Aufweisen definierter Größen
  • eindeutige Kennzeichnung als Protektor

Zusätzlich ist es notwendig, dass in der Gebrauchsanweisung derProtektorenjacke Vergleich
Protektorenjacke vor „vorhersehbarem Missbrauch“ gewarnt wird. Wenn es um das Thema Sicherheit geht, sollte man sich als Motorradfahrer auf die Kennzeichnungen und Zertifizierungen verlassen können.

Lebensdauer der Protektoren

Wie bei allen sicherheitsrelevanten Teilen der Motorradausrüstung, sollte man auch bei der Protektorenjacke nach einer gewissen Zeit in neue Protektoren investieren. Der Grund dafür ist, dass diese im Laufe der Zeit spröde und porös werden können und sich damit im Falle eines Unfalls die Schutzwirkung massiv verschlechtert.

Da der Verschleiß und Abbau der Protektoren stark von der Intensität der Nutzung und Qualität des entsprechenden Modells abhängt, ist es schwer eine pauschale Lebensdauer zu nennen. Als grober Richtwert, können jedoch 5 Jahre eingeplant werden. Wer sich beim ersten Kauf der Protektorenjacke für ein Modell mit auswechselbaren Protektoren entscheidet, muss dann lediglich die einzelnen Protektoren austauschen und keine ganz neue Jacke kaufen.

Achtung: Sollten Sie bereits einen Unfall in Ihrer aktuellen Protektorenjacke gehabt haben, gilt die Lebensdauer von 5 Jahren nicht. Überprüfen Sie Ihr Modell akribisch und investieren Sie im Zweifel vernünftiger Weise in eine neue Protektorenjacke!

Vor- und Nachteile der Protektorenjacke

Vorteile Nachteile
  • hoher Tragekomfort
  • luftig, gute Luftzirkulation
  • hohe Schutzwirkung, da EU Norm zertifiziert
  • verwendbar für viele Sportarten (MTB, Downhill, Ski)
  • geringerer Schutz bei Schürfungen im Vgl. zur Lederkombi
  • nur bei gutem Wetter einsetzbar

Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Die richtige Größe

Grundsätzlich ist es enorm wichtig, dass die Protektorenjacke richtig sitzt, die Protektoren an den entsprechenden Stellen sitzen und nicht verrutschen können. Eine tatsächliche Schutzwirkung kann bei einem Unfall nur gegeben sein, wenn bei einem Aufschlag die Protektoren die entsprechenden Körperstellen umschließen, bzw. vollständig bedecken. Trägt man beispielsweise ein viel zu großes Modell, kann sich dies bei einem Sturz sogar negativ auf die Sicherheit auswirken.

EU-Norm 1621-2

EU Norm ProtektorenjackeExakt wie bei den Motorrad Rückenprotektoren, gilt auch bei der Protektorenjacke, dass diese zwingend die EU-Norm 1621-2 erfüllen und auch mit dieser gekennzeichnet sein müssen.

Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen die Modelle gewisse Dämpfungseigenschaften vorweisen.

Das Vergleichverfahren: Aus einem Meter Höhe, wird ein 5 Kilogramm schwerer Stempel auf die Protektorrenjacke fallen gelassen. Die Spitzenschlagkraft beträgt ca. 150-180 kN). Bei Gelenkprotektoren darf die übertragene Restkraft im Durchschnitt 35 kN betragen.

Bei Protektorenjacken sind folgende Werte zulässig:

übertragene Restkraft im Vergleich
Level 1 < 18 kN
Level 2 < 9 kN

Fazit

Protektorenjacken werden immer beliebter. Grund dafür, sind die guten Schutzeigenschaften, der Tragekomfort und nicht zu letzt die angenehme Luftzirkulation an warmen Sommertagen. Ein weiterer Vorteil der Protektorenjacke besteht darin, dass sie für unterschiedliche Sportarten eingesetzt werden kann. Einige fahren mit ihr Motocross, andere MTB Downhill andere nutzen sie für den Wintersport.

Wer sich ein Modell zulegen möchte, sollte unbedingt auf die richtige Passform, die entsprechende Größe und etwaige EU-Zertifizierungen achten.

Das Team der Motorradstiefel Experten wünscht Ihnen eine sichere Fahrt – sei es nun auf dem Motorrad, MTB, BMX oder im Ski-Urlaub!